Mittwoch, 28. Januar 2009

neue - alte Googlebombe entdeckt

Nachdem vor einigen Jahren der Bergriff "miserable failure" bereits zur Biografie des damaligen US-Präsidenten George W. Bush führte,hats jetzt Omama erwischt. Google hat allerdings schon einen Algorithmus entwickelt, mit dem die Google Bomben deaktiviert werden können. Die Bombe ist bereits entschärft.
Mehr dazu bei Google:
Google Public Policy Blog: Detecting new "Googlebombs"

Sonntag, 25. Januar 2009

Wie erziehe ich ein Kind? - Kinder als Kinder sehen

„Kinder sind peinlich, nerven und folgen nicht“ Solche oder ähnliche Sätze sind – allerdings meist nicht in dieser Klarheit - immer wieder zu hören. Von privater Seite ebenso wie aus den Medien. Man nennt es pauschal Kinderfeindlichkeit und kanzelt alle damit ab, die auf Probleme hinweisen, die sich in der heutigen Gesellschaft nur zu deutlich zeigen. Natürlich ist auch damit gegen die Probleme nichts getan. Den Menschen fällt auf, dass sich die Jugend oft nicht positiv an der Gesellschaft beteiligt oder sich in diese problemlos zu integrieren versteht. Ablehnende Reaktionen sind hier nur verständlich, auch wenn sie an objektiver Betrachtung mangeln.

Wenn dann ein Wissenschaftler mit 20jähriger Erfahrung sich zur Sache äußert und mit bestechender Logik Argumente und Erklärungen für das Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher beschreibt, reagieren viele Pädagogen und Eltern ebenso mit dem Totschlagsargument: „Kinderfeindlichkeit!“. Warum, wird deutlich wenn man die Buchbeschreibungen ließ. Winterhoff, kritisiert nicht, wie gewohnt Lehrer, Staat oder System. Er kritisiert den Umgang der Eltern und Erzieher mit den Kindern. Er fordert Erziehung ein und möchte deutlich machen, dass Kinder eben Kinder sind und Anleitung, Struktur und Erziehung brauchen um psychisch reifen zu können.

Ich sehe das Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit“ von Michael Winterhoff als ein herausragend logisches und bestechendes Werk, das überaus lesenswert ist für alle, die sich über grundlegende Erziehungsfragen, abseits der Ratgeber, informieren möchten. Ein Buch, das alle Eltern lesen sollten und sich danach selbst ehrlich fragen sollten: „Sehe ich mein Kind als Partner oder als mein Kind?“.

Alle, die in diversen Besprechungen Kinderfeindlichkeit vorwerfen, haben das Buch NICHT gelesen oder verstanden, denn gerade dagegen versucht der Autor einen Fuß in die Türe zu stellen und die Zukunft der Kinder zu retten.

Der Autor, Dr. Michael Winterhoff, geboren 1955, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er studierte Medizin und ist als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie seit 1988 in eigener Praxis tätig. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den aktuellen Störungsbildern der psychischen Entwicklung im Kindes- und Jugendalter aus tiefenpsychologischer Sicht. Als Sozialpsychiater hat er sich darüber hinaus im Bereich der Jugendhilfe einen Namen gemacht.

Montag, 19. Januar 2009

Wenn Politik und Glücksspiel sich die Hand geben - eine Beobachtung

Meinung

Eine Hand wäscht die Andere. Sinn macht dieser Satz nur wenn man sich die Hände auch schmutzig macht. Vielleicht wird er daher bei Österreichs Politikern gerne verwendet.
Eine allzu starke Verschachtelung von Politik und Wirtschaft ist, so kann man in jedem Staatsbürgerkundebuch lesen, nicht gut für die Demokratie eines Landes. Die neuere Geschichte kennt viele Beispiele die dafür einen Beleg bieten. Die Politik - eigentlich dem Gemeinwohl verpflichtet - macht sich aber dann die Hände besonders schmutzig, wenn die Gesetze zum Wohle einzelner und zum Schaden vieler erzeugt. Meist geht dem ein besonders nahe Verhältnis zwischen besagten einzelnen und der Politik voraus.

Ein gutes Beispiel für die Verschränkung zwischen einem einzelnen Wirtschaftssubjekt (Unternehmer) und der politischen Elite scheint die Lex-Novomatic zu sein. Wie die Leser von Österreichs Qualitätszeitungen (wenn es sowas gibt) wissen, hat die Bundesregierung ein Gesetz in Begutachtung geschickt, welches den Novomatic-Konzern (kleines Glücksspiel und Sportwetten) möglicherweise zum Automaten-Monopolisten machen wird (vorausgesetzt der Gesetzesvorschlag wird in der bestehenden Form akzeptiert). Genaueres über den Gesetzesentwurf kann man hier hier und hier nachlesen.

Der aktuelle Wissenschaftsminister (österreichische Volkspartei) der Alpenrepublik war einst Vorstandsvorsitzender der Novomatic AG. Eine ehemalige Bildungsministerin (Österreich Volkspartei) verlieh dem Firmengründer den Professoren-Titel (h. c.).Ein ehemaliger Innenminister (sozialdemokratische Partei Österreichs) ist im Aufsichtsrat des besagten Unternehmens. Allein aus diesen Umständen kann natürlich noch nicht geschlossen werden, dass hier ein besonderes Naheverhältnis vorliegt. Allerdings macht es den wachsamen Demokraten dennoch aufmerksam. Hellhörig sollte man dann aber schon werden wenn gerade eine Koalition aus SPÖ und ÖVP ein Gesetz auf den Weg bringt, das diese Firma wahrscheinlich gegenüber Konkurrenten etwas bevorzugt behandeln könnte, wie diverse Zeitungsberichte nahe legen.

Weiters handelt es sich bei dieser Firma um ein extrem umsatzstarkes und wachsendes Unternehmen, das auch viel Geld für Werbung in die Hand nimmt. So war beispielsweise in einigen Ausgaben der SPÖ-Zeitschrift (SPÖ aktuell) ein halbseitiges Inserat besagter Firma. Der zeitliche Zusammenhang zwischen Gesetzesentwurf und Inserate kann natürlich auch Zufall sein.

Nun, wenn man auch die Geschichte des Unternehmens hinzu addiert, verstärkt sich ein unangenehmes Gefühl. Konkret gab es ja ein Naheverhältnis zwischen einem ehemaligen Polizeikommandant in Wien und Novomatic, wobei erstgenannter sein Amt verlor als bekannt wurde, dass er (neben anderem) für besagte Firma auch schon mal ohne gesetzliche Grundlage handelte. Im Gegenzug durfte er offenbar auch schon mal einen Firmenwagen benutzen (mehr hier).
Kritik am Verhalten des Unternehmens wird - das ist eigentlich normal - nicht gern gesehen. Allerdings muss sich auch ein großes Unternehmen in einer liberalen Demokratien Kritik gefallen lassen, was Novomatic offenbar in der Vergangenheit anders gesehen hat und mehrfach Wikipedia-Einträge editiert haben (siehe Wikipedia-Eintrag zu Novomatic) soll.

Das alles wirft kein gutes Licht auf die Lex Novomatic. Natürlich kann man nicht sagen ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen einem mutmaßlichen Naheverhältnis der Politik zum Unternehmen und dem neuen Gesetz gibt. Dennoch ist ein Misstrauen begründet wie mir scheint.
In Anbetracht dessen dass sich die Zeitungen und Zeitschriften um jeden Werbekunden balgen, wird man auch auf Seiten der Medien zu einem potentiellen Werbekunden wie diesem nicht besonders unfreundlich sein. Ja, natürlich sind auch Medien von der Wirtschaft abhängig. Besonders dann, wenn diese finanziell sehr potenten und darüber hinaus einflussreich sind. Für eine Demokratie ist aber eine blinde Presse eine nutzlose Presse, die nur mehr der Unterhaltung dient.
Die Hoffnung ruht auf der Opposition, die die Medien und die Regierung zur öffentlichen Stellungnahme zwingen müssten (dazu auch sehr schön hier). Zudem gibt es auch noch eine Zivilgesellschaft, die überwiegend über das World Wide Web zu informieren versucht. Man darf also zuversichtlich sein…

Verfasst mit DNS10

Freitag, 16. Januar 2009

Selbstdisziplin? Selbstmanagement? Zeitmanagement? verschieb ich auf morgen!


Heute möchte ich einmal ein Buch vorstellen. Gut, eigentlich wollte ich es schon vor ein paar Tagen nach. Aber ich leide ein bisschen, wie der Leser vielleicht auch, an der “ich mache es morgen“-Krankheit. Wie ich heute weiß nennt man das Prokrastination. Das ist zumindest der wissenschaftliche Begriff für das immer wieder vor sich her schieben anliegende Arbeit. Die moderne Wissenschaft weiß heute, dass es keine besondere Form der Faulheit ist. Auch hat es nichts mit schlechtem Zeitmanagement, Selbstmanagement oder mangelnder Disziplin zu tun. Es ist vielmehr eine verbreitete Persönlichkeitsausprägungen, die nicht in unsere Hochgeschwindigkeitszeit passt.

Wie man damit umgehen soll wurde in vielen 100 Büchern beschrieben. Das waren Bücher über Zeitmanagement, Selbstmanagement oder Selbstdisziplin. Also viele Bücher die eigentlich mit dem Problem nicht in Zusammenhang stehen. Es gibt aber Abhilfe. Das neue Buch mit dem klingenden Titel „Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin“ beschreibt nicht nur das Problem sondern auch wie man damit lebt. Ja, man hat an dieser Stelle richtig gelesen. Es geht nicht um Heilung sondern um das Leben mit der „Krankheit“. Ich kann es, ja ich musste sogar jedem empfehlen der dieses Problem teilt oder jemanden kennt der es hat. Es ist voller Witz und dennoch einfühlsam und hilfreich. Aber lesen Sie selber! (Heute kaufen, am besten gleich!)

Mittwoch, 14. Januar 2009

Spracherkennungsprogramm mit Diktiergerät - ein Test

An anderer Stelle in diesem Blog waren schon einmal die Rede von der Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking in der neuesten Version. Die großartige Leistung dieses Programms kann an diesem Text bewundert werden, ist er doch mit Dragon NaturallySpeaking geschrieben worden. Wobei geschriebenen eigentlich das falsche Wort ist da man selber ja nicht tippen muss, sondern einfach diktiert. Natürlich muss man sich erst einmal an das Diktieren gewöhnen - genau so wie man die Spracherkennungssoftware erst einmal an die eigene Stimme und das eigene Vokabular gewöhnen muss.
Dies ist schon ein gewaltiger Vorteil, benötigt man doch die Hände manchmal gleichzeitig für das Blättern in einem Buch oder aufräumen des Schreibtisches. Da man aber dennoch einen Headset gebunden ist, habe ich die großartige Möglichkeit ausprobiert mit einem Diktiergerät offline zu diktieren und dieses Diktats dann von Dragon NaturallySpeaking in einem schriftlichen Text übersetzen zu lassen. Dazu kaufte ich mir ein Diktiergerät und habe Dragon NaturallySpeaking damit trainiert (etwas zeitraubender). Auch dieses Ergebnis war überraschend gut!
Ich kann daher jedem sowohl das Programm in seiner neuen Version (10.0) sowie das unten gezeigte Diktiergerät von Philips vorbehaltlos empfehlen.Ein Tipp: Der separate Kauf des Programms Dragon NaturallySpeaking Preferred und des Diktiergeräts ist meist billiger als das Produkt mit beigefügten Diktiergerät!


Dieser Text wurde mit dem Spracherkennungsprogramm Dragon NaturallySpeaking 10 erstellt ohne ein einziges Mal die Tastatur zu berühren.



Das Web als Stadt - und warum Games nicht dumm machen müssen

Das Web ist nach Ansicht von Steven Johnson ähnlich einer Stadt organisiert. In diessem Video erklärt er seine Sicht vom Internet.

über sein Buch zum Thema Medien:

"Wenn es stimmt, dass Computerspiele, Fernsehen und überhaupt die Popkultur uns verblöden, weshalb nimmt dann eigentlich trotzdem die durchschnittliche Intelligenz des Menschen immer noch zu? Ganz einfach, lautet die Antwort Steven Johnsons, weil die These von den negativen Auswirkungen der Popkultur insgesamt, sowie die angeblichen Schadwirkungen von Computerspielen und Fernsehen auf die intellektuellen Fähigkeiten von "Gamern" und TV-Konsumenten nichts als moderne Mythen sind." Das Buch von Steven Johnson:

Sonntag, 11. Januar 2009

was suchten Menschen 2008 bei Google

Für Österreich am meisten in Google gesucht wurde:

Schnellst wachsende Suchbegriffe 2008 (Fastest Rising)
1. teilchenbeschleuniger
2. gina lisa
3. peking 2008
4. euro 08
5. barack obama
6. schülerVZ
7. jörg haider
8. iphone
9. heath ledger
10. wahlkabine

Die häufigsten Suchbegriffe 2008 (Most Popular)
1. youtube
2. wetter
3. google
4. orf
5. ebay
6. wikipedia
7. herold
8. routenplaner
9. immobilien
10. gmx

und für Deutschland:

Schnellst wachsende Suchbegriffe (Fastest Rising)
1. wer kennt wen
2. juegos
3. facebook
4. schüler vz
5. studi vz
6. jappy
7. youtube
8. yasni
9. obama
10. euro 2008

Die häufigsten Suchbegriffe (Most Popular)
1. ebay
2. youtube
3. wetter
4. gmx
5. google
6. video
7. wikipedia
8. web.de
9. bild
10. telefonbuch

mehr dazu bei Google-Zeitgeist2008

Geld an der Börse anlegen? Eine Einführung in den Börsenhandel kann da nicht schaden!

Die Finanzkriste hat stark fallende Aktienkurse mit sich gebracht. Der richtige Moment um sich ein paar (krisensichere) Aktion und andere Wertpapiere zu kaufen. Geld sicher anlegen bedeutet Risiko streuen! Daher nicht nur Sparbuch und Lebensversicherung oder Ristern. Auch Anlagen mit gemischter Rendite! Das liegt im Trend und ist einfach selbst zu machen. Man benötigt "nur" ein online-Depot und die folgenden Videos (und natürlich Mittel & know-how über das Investment).

Teil 1 - Einleitung

Teil 2 - Erste Order

Teil 3 - Börsengang

Teil 4 - Anleihen

Teil 5 - Fonds und ETFs

Teil 6 - Zertifikate

Teil 7 - Optionsscheine & Co

Teil 8 - Schluss


Wer Fragen hat oder mehr über den Handel an der Börse wissen will bevor er sein Geld investiert, dem ist mit einem guten Buch geholfen:

Mittwoch, 7. Januar 2009

Warum die US-Gesellschaft untergeht

Ein spannender Vortrag über den Untergang von Gesellschaften liefert Jared Diamond in diesem Video. Die Bezüge zur momentanen Entwicklung der USA sind unübersehbar...