Wie man sowas macht, zeigt die ÖVP in ihrem gerade begonnenen Wahlkampf. So werden auf Seiten wie www.roterstillstand.at oder www.schmutzkuebel.at die politischen Gegner, in diesem Falle vorwiegend die SPÖ, angegriffen. Das es bei den Seiten um ÖVP-Seiten handelt erfährt der kundige User erst aus dem kleingedruckten Impressum, das man erst einmal finden muss.
Solche Methoden werden als "amerikanisierung" von Wahlkämpfen bezeichnet, bei denen versucht wird den Gegner in Misskredit zu bringen und daraus für die eigene Gruppe Profite zu ziehen. In den USA ein alter Trick, der dort meist über die TV-Spots ausgetragen wird. Um nicht selber als einer zu erscheinen, der andere anschwärzt, wird sowas meist ausgelagert und anderen überlassen (z.B. Unterstützergruppen). In diesem Fall (ÖVP) wird eben versucht die Urheberschaft nicht auf den ersten Blick erkenntlich zu machen und so eine gewisse Distanz vor zu täuschen, was sicherlich bei ungeübten Internet-Nutzern auch klappt.
Die Grünen hatten schon am Anfang des Wahlkampfes den Braten gerochen und vor diesem Vorgehen gewarnt (Link).
Besonders interessant wird diese Art des Wahlkampfes dann, wenn auch noch die andere Partei der selben Methoden beschuldigt wird, die man selber verwendet. So kritisiert die ÖVP laufend den Wahlkampf der SPÖ und beschuldigt diese der unsauberen Methode.
Dabei bedienen sich sicherlich beide Großparteien mittlerweile solcher Mittel. Schön ist das nicht! Aber auch nicht ganz ungefährlich, wie hier nach zu lesen ist!






