Unter den
Trigami-Bloggern verschenkte
Blacksocks Gutscheine (ohne jede Bedingung). Mein Stichwort, um diesen Service einem Test zu unterziehen. Was die Blacksocks-Leute nicht wussten: Sie haben sich damit ein Urteil eines Textil-Experten eingehandelt, bin ich doch seit 1999 diplomierter „Textiler“ (Textilchemie).
Was ist das überhaupt für ein Service? Ganz einfach: Socken als Abonnement. Jeder (Mann) kennt das: die schwarzen Socken sind schon wieder kaputt und müssen ersetzt werden. Das bedeutet ins Geschäft gehen und welche kaufen. Die Leute von Blacksocks dachten sich: Warum nicht als Abo und den Leuten ihre Socken regelmäßig zusenden… Eine gute Idee, gibt es doch für weit weniger nützliche Sachen schon ein Abo. Ich hab erst mal ein Paar Testsocken bestellt und mir diese genau angesehen.
Der Bestellvorgang war komplett ohne jede Beanstandung. Alles wie man es sich vorstellt. Die Lieferung in aufwendiger Verpackung (naja…da könnten sie sich noch ein paar Öko-Gedanken machen) war Ruck-Zuck von der Schweiz bei mir im Haus.
Wichtig ist immer der erste Eindruck. Die Ware ist völlig fehlerfrei und ohne Naht-, Strickfehler oder Unegalitäten. Angenehm fällt das Etikett auf, das ohne Schere entfernt werden kann. Der Fachkundige steckt auch gleich die Nase in die Ware um daran zu riechen. Appreturen und andere Textilhilfsmittel kann man in der Regel schon „sensorisch“ schnell erfassen: Sie stinken meist grauenhaft. Auch hier haben die Öko-Tex-zertifizierten Socken gleich einen guten Eindruck gemacht. Nicht umsonst ist der Untertitel von Öko-Tex: „Textiles Vertrauen“. Für die Zertifizierung sind Grenzwerte einzuhalten, die man hier einsehen kann (Gruppe II).
Die Farbgebung ist gut, wobei auf die Echtheiten von mit zuhause natürlich nicht geprüft werden kann und damit vertraut werden muss. Es scheint allerdings augenscheinlich ordentliche Qualität verarbeitet zu sein. Allerdings verschweigt die Homepage das genaue Material, das erst auf dem Etikett ersichtlich ist. Warum daraus so ein Geheimnis gemacht wird ist für mich nicht erkennbar. Es handelt sich um eine 81%CO / 18%PA / 1%Elastan –Mischung. Das PA (Polyamid der Marke Lycra) ist kein Nachteil, sondern erhöht die Festigkeit der Ware. Elastan ist zwar auch keine Naturfaser aber ohne sie würde die Socke ständig runter rutschen. Waschen kann man bei 40°C und leider nicht im Tumbler trocknen. Das ist aber normal. Gewaschen hab ich sie noch nicht und kann damit auch noch nichts darüber sagen. Ich nehme aber an, dass Ausbluten und andere Echtheiten gut sind.
Getragen hab ich sie auch schon und muss sagen: Fühlen sich gut an. Das müssen sie aber auch für diesen Preis von 8,-€, der schon im gehobenen Mittelfeld liegt. Dafür fällt die Anfahrt zum Geschäft weg - ist ja auch was.
Die Homepage erzählt viel und ist vielleicht auch etwas unübersichtlich. Zudem bin ich etwas zusammengezuckt, als ich folgenden Satz las: „Die Socken von BLACKSOCKS werden auf selbstentwickelten Webmaschinen mit CNC-Steuerung so eng als möglich gewoben, was mitunter ein Garant für ein langes Sockenleben ist.“ Natürlich werden Socken nicht gewoben. Sie werden gestrickt oder gewirkt. Aber gut - ein verzeihlicher Fehler. Alles in allem ist es eine gut funktionierende Dienstleistung, die sicherlich weiter erfolgreich sein wird. Von mir jedenfalls die besten Wünsche!