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Mittwoch, 2. Januar 2008

War Fighter - Russische Kriegspropaganda

Meinung zum Film "war fighter" Russland 2006

Eine Kompanie Russischer Soldaten allein gegen Heerscharen von blutrünstigen Tschetschenen. Damit ist eigentlich die ganze Story des Kriegsfilms „war fighter“ erzählt. Natürlich gibt’s auch noch ein paar Details wie die Einzelschicksale der jungen und unerfahrenen Rekruten (natürlich Helden) oder dem Oberleutnant der unter der Last der Verantwortung heldenhaft (dann doch nicht) stirbt.

Der russische Kriegsfilm "war fighter" ist nun auf DVD erschienen und kann damit auch vom deutschsprachigen Publikum „genossen“ werden. Die feurige Inszenierung neuer russischer Kameradschaft, die offenbar alle Bevölkerungsschichten einschließt wird ebenso zelebriert wie der Kampf gegen die kindermordenden Terroristen. Ein Propagandafilm, der kritiklos alle möglichen Stereotypen bedient und dabei mit viel Kriegsgetümmel von der Botschaft ablenken möchte. Eine Botschaft die da lautet: „Wir haben in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht und auch jetzt gibt da und dort ein kleines Problem, aber im großen Ganzen müssen wir Russen alle (!) an einem Strang ziehen und die gegenwärtige Politik mittragen. Denn nur das ist patriotisch und richtig (auch wenn es das Leben kosten sollte).“

Das einzig interessante am Film bzw. seiner Botschaft ist in einigen Nebensätzen, der zum Teil langatmigen Helden-Dialoge, zu finden: Der Feind, also der Terrorist ist nicht mehr nur Tschetschene, sondern auch mal ein Schwarzer (wird in seltsamer Weise betont) oder ein finsterer Araber. Auch die Zusammensetzung der Heldentruppe bietet Platz für Botschaften a la „Geeintes Russland“.

Fazit: Wer viele Explosionen liebt und sonst möglichst wenig Tiefgang mag oder Soziologe ist kann sich den Film einmal ausleihen. Wer ein bisschen Verstand hat, dem wird die Propaganda das Filmvergnügen sicherlich verderben.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ich finde den lustig, zieh dir auchnochmal die 9te Kompanie rein

Anonym hat gesagt…

Dann entspricht der Film ja jedem amerikanischen Film den wir in den letzten Jahren zu sehen bekommen haben. Weniger Propaganda lässt sich in diesen Filmen sicherlich nicht finden.

Anonym hat gesagt…

Wenn man dieser Meinung wirklich Seriösität und Aufmerksamkeit schenken sollte, dann muss jeder amerikanische Kriegsfilm genauso, wenn nicht noch extremer, eingestuft werden.

saibot-blog hat gesagt…

@ Anonym:

Naja, Thema ist nun mal DIESER bestimmte Film. Natürlich gibt es auf der ganzen Welt solche Filme (allerdings ist dieser auch noch schlecht gemacht). Die US-Armee unterstützt z.B. Filme, die ihnen in den Kram passen und lehnen bei kritischen Filmen (z.B. Platoon,...) jede Unterstützung ab. Drehbücher müssern dafür an einer eigenen Stelle eingereicht werden.

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